
Die Woche vor dem IDM Rennen am Lausitzring war ein absoluter Wahnsinn. Nach der Niederlage vom Hungaroring überwand ich meine Angst vor einer Operation und begab mich unters Messer.
Am
Montag 7.Mai um 9.37 hörte ich hinter meinem Kopf eine Stimme sagen: Keine Angst es tut nicht weh. Es war die Krankenschwester und spritzte mir die Nakose in den Hals. Um ca.17.00 Uhr wachte ich dann wieder auf und war total glücklich das ich keine Schmerzen hatte. Naja die Nakose dauerte ja auch noch an. In diesem halbweichen Zustand gab ich einige unkontrollierte Tellephonate von mir.
Am Dienstag 8. Mai (mein Geburtstag-28 Jahre) um 10.30 wurde mir von Dr. Klaus Dann das erstemal der Verband gewechselt. Als ich dann auf meine Unterarme schaute und ich mir einreden wollte das die Arme nicht zu mir gehören merkte ich das mir schon sehr schwindelig war. Sekunden später folgte das K.O. Ich kam wieder zu mir als mich Dr. Dann mit Hilfe einiger Ärztinen ins Bett hoben. So gegen Mittag als es mir schon wieder ganz gut ging holte mich Rudi ab und brachte mich nach hause.

Am Mittwoch 9.Mai blieb ich den ganzen Tag zu hause und schaute mir Video`s aus der guten alten Zeit mit Rainey & Schwantz an.
Am Donnerstag 10.Mai mußte ich um 11.00 Uhr ins Manhattan wo ich mich mit Dr. Dann zum Verband-wechseln traf. Mit entsetzen mußte ich feststellen das sich seit Dienstag nicht viel getan hat. Dr. Dann sagte mir das ich das Rennen am Lausitzring vergessen kann. Und auch ich selber hatte mich entschlossen nicht am Rennen teilzunemen. Es gab nur ein Problem an der ganzen Sache, Charles Webster war mit unserem LKW schon unterwegs Richtung Lausitz. Ich fuhr mit Rudi Mallek nach, in der Hoffnung das die veranstalltung auf grund eines Unwetters abgesagt wird. So gegen 22.00 Uhr waren wir dann auf der Rennsrtecke.
Am Freitag 11. Mai sah ich den Lausitzring erstmals bei Tageslicht. Ein großartiger Anblick. Da man mit dem Roller nicht auf die Srecke durfte beschloß ich einige Runden mit der GSX R zu fahren. Das anziehen der Lederkombi konnte dieses Vorhaben aber noch zum scheitern bringen. Aber gemeinsam mit Charly und Rudi schaffte ich es dann doch noch. Ich fuhr wie ein Waschweib durch die Gegend und konnte keine schnellen Bewegungen am Bike machen. Aber irgendwie machte es schon Spass.
Am Freitag 11.Mai entschloß ich mich nach einer sclaflosen Nacht das ich zuminders das erste Zeittraining fahren werde. Da ich genau auf der Innenseite des Handgelenks einige Schnitte hatte konnte ich beim runterschalten kein Zwischengas geben. Das hat mich am Kurven-eingang schon sehr unsicher gemacht. Ich wurde im ersten Zeittraining 23.
Am Samstag 12. Mai im zweiten Training fing es nach zwei Runden an zu Regnen. Ich rutschte einen Platz nach hinten und war somit an der 24. Stelle.

Am Rennsonntag 13. Mai gab es schon in der Früh Wolkenlosen Himmel. Ich freute mich schon sehr auf den Start des Rennens. Ich startete aus der 6. Reihe. Ich hatte einen sehr guten Start, doch ein den ersten Kurven war ich der größte Feigling den man sich vorstellen kann. Ich hatte totale Sturzangst und ging jedem Zweikampf aus dem Weg. Als ich dann endlich frei fahren konnte war ich an der 20. Stelle. Unter großen Schmerzen in beiden Unterarmen fuhr ich das Rennen noch zu ende, und weil noch einer vor mir stürzte rutschte ich auf den 19. Platz vor.
Abschließent muß ich mich noch bei meinem Team bedanken weil unter solch besonderen Umständen die Qualität der Mannschaft ganz besonders zu tragen kommt.