2. Lauf IDM Oschersleben 1.-2. Juni


Der Ärger über das verpatzte Rennen in Rijeka war sehr schnell überwunden und so konzentrierte ich mich wieder auf die IDM in Oschersleben. Gemeinsam mit Charles Webster und dessen Bruder Hans machte ich mich auf den langen Weg nach Oschersleben. 12 Stunden mit Tempo 90 machte absolut keinen Spaß und dazu kamen wir dann auch noch in einen Megastau. Trotzdem waren wir dann doch noch rechtzeitig auf der Rennstrecke und konnten noch am selben Tag die Box beziehen.


1.Zeittraining

Ich war sehr froh, daß wir heuer schon beim IDM Frühjahres-Training in Oschersleben waren, denn so konnte ich mich sofort auf das Fahren konzentrieren. Jedoch musste man das, was ich da auf der Rennstrecke zeigte, eher als rollen bezeichnen. Es war zum Verzweifeln. Ich bemühte mich sehr um eine schnelle Runde, doch ich machte einfach zu viele Fehler. Das Ergebnis war - wie schon so oft in dieser Saison - niederschmetternd. Ich war an der 24 Position und verstand die Welt nicht mehr.


2.Zeitraining

Natürlich nahm ich mir für das zweite Training eine deutliche Verbesserung vor. Ich riskierte wirklich viel und versuchte alles zu geben, aber ich verschlechterte mich auf den 29. Platz. In der Auslaufrunde gingen mir sehr viele Gedanken durch den Kopf.

Am Material kann es nicht liegen. Aber irgendwie fühle ich mich am Bike nicht wohl. Ich habe kein Vertrauen im Kurveneingang.
Was nun? Gemeinsam mit meinem unermüdlichen Mechaniker Charly bauten wir das Fahrwerk und die Geometrie total um. Was wir da taten, war sehr riskant, aber schlimmer konnte es ja nicht mehr werden.

Schon in den ersten Runden im Warm up merkte ich eine deutliche Verbesserung. Ich war sehr zuversichtlich für das Rennen.


Rennen

Als 29er im Training startete ich aus der achten Startreihe. Soviel ich mich erinnern kann, war ich noch nie so weit hinten. Aber seltsamerweise war ich total ruhig und konzentrierte mich nur auf den Start und die erste Kurve. Immer wieder überlegte ich mir, wie ich an all den anderen Fahrern vor mir vorbeiziehen werden würde. Gesagt-getan. Ich hatte einen sehr guten Start und konnte gleich in der ersten Kurve einige Plätze gutmachen. Nach drei Runden war ich an der 10ten Position. Eine Fünfergruppe war ungefähr 3sec. vor mir. Im Nu konnte ich dieses Loch schließen und war an der Gruppe dran.

Das wars dann aber auch schon! Meine verdammten Unterarme wurden wieder zu Stein und somit war ich für die Piloten hinter mir eine leichte Beute. Wieder einmal musste ich mich in einem Rennen unter meinem Wert geschlagen geben. Die letzten vier Runden waren ein einziger Überlebenskampf. Von schnellen Rundenzeiten konnte ich nur träumen. Am Ende kam ich als 13er ins Ziel.