Die ganze Anreise zum Nürburgring verbrachte ich schlafend hinten im LKW. Das war das Erstemal das ich heuer ausgeruht auf die Rennstrecke kam. Schnell wurden die Boxen eingerichtet und der LKW mit Strom versorgt. Dann konnte ich aber meine Neugierde auf den neuen Streckenteil nicht mehr unterdrücken und begab mich auf eine Laufrunde um den Ring. In den Ersten beiden Freien Trainings bestimmte ich die Übersetzung und kümmerte mich um eine brauchbare Fahrwerksabstimmung.
1.Training
Knapp vor dem Ersten Training bauten Charles und Roman noch andere Lenker auf´s Bike. Das war ein sehr großer Schritt vorwärt´s. Ich fühlte mich sehr wohl, und auch das Fahren am Limit kostete mich viel weniger Kraft. Ich beendete das Training an der 15ten Stelle mit einer Zeit von 1:33,50.
2.Training
Vor dem 2. Training ändete Charles noch mal die Übersetzung und machte kleine Änderungen am Fahrwerk. Auch diese Änderung war ein Volltreffer. Leider schaffte ich keine Fehlerfreie Runde und so mußte ich mich mit dem 13ten Startplatz begnügen. (1:33,20)
1. Rennen (Ersatzrennen- Schleiz)
Der Start war sehr gut und in der Ersten Kurve konnte ich gleich mehrere Plätze gut machen. Ich beendete die erste Runde an der sechsten Stelle. Ich fühlte mich sehr gut und hatte alles unter Kontrolle. Als ich die Fahrer vor mir angreifen wollte mußte ich zu meinem Entsetzen feststellen das meine Kupplung am sterben war. Ich fuhr aber so gut es ging weiter in der Hoffnung daß sich die Kupplung irgendwie erfängt. Drei Runden später mußte ich das Rennen aufgeben. Ich schaffte nur noch mit großer Mühe den Weg in die Boxen. Dort mußte ich nicht mehr nach dem Leerlauf suchen sondern konnte das Bike einfach abstellen. Kupplungs-totalschaden.
Verhext.Ich schwöre ich bin verhext !
2. Rennen
Jetzt mit einer neuen Kupplung.
Der Start war nicht so gut wie beim Ersten Lauf. Ich bog als 15ter in die Erste Kurve ein. Schnell hate ich aber einen guten Rennrythmus gefunden und konnte einige Gegner überholen. Ich merkte daß ich sehr schnell fahren konnte wenn ich vor mir freie Bahn hatte. Nur im Zweikampf war ich ein wenig zu feige. Ich wollte um alles in der Welt ein Top 10 Ergebnis schaffen. Am ende wurde ich 8ter und schaffte mit 1:32,50 die drittschnellste Rennrunde.
Ich bin natürlich bei weitem noch nicht zufrieden, aber es ist eine teutliche Steigerung zu sehen. Auf den dritten Platz fehlten mir nur 2sec.
Bevor ich den Nürburgring verlassen hatte konnte ich mit Christian Osterloh noch zwei Runden auf der Nordschleife fahren. Christian hatte zwar nur einen 75 PS Golf zu verfügung, jedoch merkte ich sofort das er hier schon einige Runden gefahren war. Er erzählte mir ganz entspannt über die nächsten Kurven, während der Golf um sein Leben schrie.