8. Lauf IDM- Hockenheim 28.-29. September

Da mein Cheftechniker Charles Webster in seinen wohl verdienten Urlaub (Türkei) ging fuhr ich ganz alleine nach Hockenheim. An dieser Stelle ein ganz besonderer Dank an Martin Thomas. Er borgte mir seinen Transporter für dieses letzte Rennen.

Am Donnerstag so gegen 15.00 Uhr kam ich an der Rennstrecke an. Ich machte mich in der Box Nr. 17 breit und begann meine Sachen auszuladen. Als ich dann mit allem fertig war hatte ich schon sehr kleine Augen. So legte ich mich ins Bett und schlief auch sofort ein.

Das erste freie Training am Freitag fand noch bei trockenen Bedingungen statt. Die neue Streckenführung gefällt mir sehr gut. Was aber nicht heißt das ich schon schnell unterwegs bin. Es stimmte einfach nichts am Bike. Die Übersetzung war zu lang und das Fahrwerk war zu schwerfällig.

Das zweite freie Training war ein reines Regentraining. Also konnte ich mit meiner Abstimmungsarbeit keinen Schritt weiter kommen. Das einzige was ich an diesem Tag perfekt trainieren konnte war das Reifenwechseln. Ich machte alles alleine und war dabei ziemlich schnell. Nur draußen auf der Strecke war ich eine Schnecke.

1. Training
In der Zwischenzeit war ich nicht mehr auf mich alleine angewiesen. Manfred KÖCK, ROMAN und Rudi MALLEK sind zu mir nach Hockenheim gekommen. Jetzt konnte ich mich wieder auf das Fahren konzentrieren. Leider machte ich bei der Reifenwahl für das Erste Training einen Fehlgriff. So fand ich mich auf dem enttäuschenden 13.Platz wieder.

2. Training
Diesmal mit der richtigen Reifenmischung. Trotzdem konnte ich mich nicht mehr steigern. Nun war wieder einmal eine Krisensitzung angesagt. Gemeinsam mit Fred stellte ich alles am Motorrad um. Radstand,Geometrie und Dämpfung. Es war ein großer Schritt. Aber schlechter konnte es nicht mehr werden.

Warm up
Die Änderungen die Fred am Bike machte waren ein 100% Erfolg. Obwohl ich mit alten Reifen unterwegs war beendete ich das Warm up an der dritten Stelle. Die dabei gefahrene Zeit hätte im Zeittraining für die sechste Position gereicht. Nun war ich natürlich scharf auf das Rennen.

Rennen
Obwohl ich in der vierten Startreihe stand machte ich mir keine Sorgen. Ich konzentrierte mich auf die erste Kurve und wie ich alle Gegner bis dahin überholen werde.

Der Start war nicht schlecht aber auch nicht sehr gut. Als ich aus der ersten Kurve heraus beschleunigte war wieder einmal eines klar.

Verhext ! Ich schwöre ich bin verhext !

Die Kupplung rutscht. Ich konnte nicht mehr beschleunigen und verlor Meter um Meter. Nach acht Runden war der Spuk vorbei und ich rollte in die Box. Heute war wieder einmal ein Top 10 Platz möglich.

Abschließend möchte ich mich noch beim MSF- MÜRZZUSCHLAG für den Besuch hier am Hockenheimring bedanken. Es war ein Überwältigender Anblick als ich in das Motodrom einbog und die ganzen Mürzzuschlager mit einem T-Shirt in meiner Helmfarbe auf der Tribüne saßen.