Vielen Dank an alle meine Förderer für die Unterstützung in der Saison 2003!

Weiters Herzlichen Dank an :

Manfred und Susanne Köck

Mag. Andrea Höller

MSF Mürzzuschlag

Cafe Tina

Gerhard Wiedermann

Diana Hörstelhofer

Uwe Klose

Petra Österreicher

Dirk Böttcher

Fa. Fiedler

Bernd Kmend

Michael Engel

Motorrad Center Kagran

Urs Weder

Martin Fülöp

Alex Resch (ATR Productions)

15.- 16. Lauf IDM Superbike 27.-28. September Hockenheim

Ein herzliches Dankeschön an:

  • Charles und Hans Webster
  • Dirk Bötcher
  • Alle vom MSF Mürzzuschlag
  • Bernd Kment
  • Walter Benda
  • Lothar Angelsberger
  • Jürgern Hechfellner
  • Franz Senn
  • Manfred Köck
  • Reifen - Grübl

13. und 14. Lauf IDM Oschersleben 13.-14. September

Eigentlich möchte ich über dieses Rennen gar nichts schreiben.
Schon am Freitag beim freien Fahren merkte ich, dass ich mit meinen Gedanken überhaupt nicht bei der Sache war. Rund herum gab es einfach zu viele Probleme, die zu lösen waren. Auch die Stimmung im Team sank auf den Nullpunkt. Und so schaffte ich keine brauchbare Abstimmung für meine GSX-R.

1.-2. Training
Noch immer vergeudete ich meine Energie damit, mich über Dinge zu ärgern, die eigentlich nichts mit dem Sport zu tun haben sollten. Auch während des Fahrens konnte ich überhaupt nicht abschalten und war mit meinen Gedanken mehr in der Box als auf der Strecke. Das Ergebnis war erschreckend: Platz 23

1.Rennen
Ich fuhr das schlechteste Rennen meines Lebens.
Sehr schnell verließ ich an diesem Tag die Rennstrecke und legte mich schlafen. Ich war am Boden zerstört und war knapp vor einer Abreise.

2. Rennen
Ein Spiegelbild des ersten Rennens, jedoch kam es noch ein wenig schlimmer. In der letzten Runde ereilte mich ein kapitaler Motorschaden. Ein schrecklicher Abschluss eines noch schrecklicheren Wochenendes.

In dieser schwierigen Situation zeigte sich die menschliche Größe meines Teamchefs Lothar Angelsberger. Auch bei Charles Webster muss ich mich für dieses Wochenende entschuldigen.
„Angriff ist die beste Verteidigung“ - und so befahl Teamchef Lothar ein 3-tägiges Spezialtraining am Pannonia-Ring.
Beim Abschlussrennen in Hockenheim werde ich alles Erdenkliche unternehmen um wieder in die Top 10 zu kommen.

11. und 12. Lauf IDM Superbike 30.-31. August – Lausitzring

28. August 6.00 Uhr: Charles Webster und ich beluden den Senn-LKW und machten uns auf den Weg nach Lausitz. 12 Stunden später und total müde erreichten wir die Rennstrecke. Wenig später trafen auch schon die Jungs vom Team Gürtner ein. Nachdem wir unsere Box Nr. 28 eingerichtet hatten, fiel ich ziemlich erschöpft ins Bett.
Das freie Fahren am Freitag war sehr chaotisch, da sich das Wetter minütlich änderte. Jedoch hatte ich mit meinen zwei Suzukis alles im Griff.

1.Training
Sehr schnell merkte ich, dass ich hier nicht gerade bei den Schnellsten zu suchen war. Ich konnte mich noch nicht an mein Limit herantasten und beendete das 1. Training an der 15ten Stelle.

2. Training
Obwohl ich mich von der Zeit her gesteigert hatte, konnte ich meine Position nicht verbessern. Somit musste ich von der vierten Startreihe ins Rennen gehen.

1.Rennen
Wieder einmal fing es kurz vor dem Rennen an zu regnen; jedoch trocknete die Fahrbahn sehr schnell ab und so mussten alle Fahrer mit Trockenreifen ins Rennen gehen. Da das Rennen als „WET RACE“ gestartet worden war, blieb allen Piloten nichts anderes übrig als mit der getroffenen Reifenwahl zu leben.
Mit Slicks im Regen am Lausitzring - ein sehr heikles Unterfangen. Natürlich krachte es schon in der ersten Kurve. Ich versuchte ruhig zu bleiben und den sehr schmalen Grenzbereich auszuloten. Ich war an der 8ten Position als ich merkte, dass man hier eigentlich noch viel schneller fahren konnte. Ich fand einen sehr guten und schnellen Rhythmus und konnte bis auf Platz 3 vorfahren. Erst in der 8ten Runde hatte ich das erste Mal die Gelegenheit meine Boxentafel zu betrachten. Als mir Charles Webster P 3 anzeigte, wusste ich, dass ich heute ein Top Resultat einfahren konnte. In der nächsten Kurve sah ich dann den an der 2ten Stelle fahrenden Markus Wegscheider im Kiesbett liegen. Somit war ich also an der zweiten Position. Gleichzeitig bemerkte ich, dass ich in Riesenschritten an den Führenden Stefan Sebrich herankam. Ich war also am besten Weg das Rennen spannend zu machen. „Nur nicht stürzen“ - das waren meine Gedanken, während ich um die Strecke driftete. Doch dann sah ich zu meinem Entsetzen, dass das Rennen mit den roten Fahnen abgebrochen wurde. Somit war der Traum von einer Sensation ausgeträumt.
Da das Rennen eine Runde davor gewertet wurde, als sich Markus Wegscheider noch an der zweiten Stelle befand, musste ich mit dem dritten Platz vorlieb nehmen.
Trotzdem bedeutete das den ersten Podestplatz in der IDM. Es wäre ohne Abbruch noch Einiges möglich gewesen, aber ich war dennoch glücklich, bei solch schwierigen Bedingungen keinen Fehler gemacht zu haben.
Besonders mein Team aus Landshut, angeführt von meinem Cheftechniker Charles Webster, hat sich diesen dritten Platz mehr als verdient.

2. Rennen
Diesmal war alles klar: es war trocken und ich freute mich auf ein langes Rennen in der Lausitz. Mein Start war wie gewohnt sehr gut, jedoch wählte ich in der ersten Kurve eine eher unglückliche Linie und musste einige Fahrer vorbei lassen. Ich lag an der 13ten Position und versuchte Ruhe in die sehr hektische Anfangsphase des Rennens zu bringen.
Leider ereilte mich in der zweiten Runde ein technischer Defekt, der mich zur Aufgabe zwang.

Das waren also die Höhen und Tiefen vom Lausitzring. Bis zum nächsten Rennen in Oschersleben wird wieder alles perfekt vorbereitet sein und ich freue mich schon, wenn ich das nächste mal aus der Boxengasse fahre.

9.-10. Lauf IDM Superbike 2.-3. August Nürburgring

Der Nürburgring ist für mich eine der schönsten Rennstrecken der Welt, natürlich machte es mir hier großen Spaß Rennen zu fahren. Auch die Tatsache das der beste Rennfahrer aller Zeiten - Kevin Schwantz an diesem Wochenende seine Racing School veranstaltete gab mir noch eine extra Portion Motivation.
Die Fahrwerks Abstimmung die Charles Webster am A1-Ring ausgetüftelt hatte war so gut das ich hier am Nürburgring keine Probleme mit dem Fahrwerk hatte. Somit suchte ich mein Fahrerisches Limit und hatte dabei einige sehr schöne Momente.

1.Training
Die Übersetzung hatte ich bereits am Freitag bestimmt. Es war sehr heiß und die Reifen waren so nach 5 Runden schon ziemlich am Ende. Da ich nur eine Garn. Zur Verfügung hatte, hatte ich kein leichtes Leben. Nach 20min war das Training gelaufen. Den Rest des Trainings nützte ich um mich mit rutschenden Reifen stets am Limit zu bewegen. Auch die Gasannahme des Motorrades machte mir Sorgen. Ich beendete das Training an der 15ten Stelle.

2.Training
Langsam aber sicher verbesserten wir die Einspritzung an der GSX-R. Ich fühlte mich immer besser, jedoch konnte ich meine Startplatz nicht verbessern. Ich war aber nicht sonderlich beunruhigt da ich ja wußte das ich bezüglich Reifen auf absoluter Sparflamme unterwegs war. Es ist mir ein Rätsel wie sich all die anderen Fahrer so viele Reifen leisten können.

1.Rennen
Endlich war die Zeit des taktierens vorbei. Jetzt muß jeder mit einer Garn. Reifen auskommen.
Den Start hatte ich total verhaut. Doch dann konnte ich in jeder Runde einen Gegner überholen. Ich fuhr schon auf den 7ten Platz vor und fühlte mich sehr gut. Ich befand mich in einem Pulk von Fahrern wo sich die Positionen in jeder Kurve änderten. Kurz vor Schluß des Rennens machte ich einen folgenschweren Fehler.
Ich bremste die erste Kurve nach Start-Ziel viel zu Spät an und kam über das Vorderrad zu Sturz. Ein sehr dummer und ärgerlicher Fehler von mir.

2.Rennen
Diesmal war der Start so gut wie immer. Lange Zeit hielt ich mich hinter Volker Bähr an der 6ten Position auf. So gegen Rennmitte konnte ich Ihn überholen und mich auch gleich ein wenig absetzen. Ich gab mich mit dem fünften Platz zufrieden und achtete das meine Rundenzeiten nicht langsamer wurden. Vier Runden vor schluß sah ich das der vor mir fahrende Klaus Ehrenberger immer langsamer wurde. Da es mir kontitionell sehr gut erging konnte ich auch gegen Ende des Rennens noch gute Zeiten fahren. In der vorletzten Runde konnte ich auf Ehrenberger aufschließen. Ich überlegte mir sehr genau wo ich einen Angriff starten werde und konnte in der letzten Runde an Klaus vorbeigehen. Jedoch hatte ich auch diesmal das Pech auf meiner Seite. Als ich auf gleicher Höhe war schaltete Ehrenberger in den Leerlauf und mußte seine Linie ändern. Wir berührten uns so heftig das ich nur mit Glück einen Sturz verhindern konnte. Jedoch mußte ich die Strecke verlassen und den Notweg benutzen, als ich wieder auf die Strecke kam konnte ich mich nur mehr an der 9ten Stelle einreihen. Da ich mich schon in der letzten Runde befand war das Rennen für mich somit entschieden.
Mein Team aus Landshut hätte sich diesen vierten Platz mehr als verdient und ich hoffe das ich so eine Plazierung in den nächsten Rennen nachholen kann.
Vielen Dank noch an Urs Weder aus der Schweiz der mich jeden Tag am Telefon motivierte und dafür sorgte das ich einen freien Kopf fürs rennfahren habe.

Superbike A1-Ring / 19.-20. Juli

Es war ein langes hin und her bis der Start am A1-Ring gesichert war, aber ich wollte hier auf dieser Strecke endlich wieder ein Rennen fahren. Zuerst mußte ich aber meine GSX-R 1000 auf das FIM Reglement abstimmen. Die größten Sorgen machte mir dabei, das ich keine Ahnung hatte wo ich die Restrictoren für mein Bike bekam. Wieder einmal half mir Charles Webster mit seinen goldenen Händen und baute die genialsten Restrictoren im ganzen Fahrerlager. Also stand einem Start am A1-Ring nichts mehr im Wege.
Da an diesem Wochenende auch die Langstrecken WM am Programm stand gab es für uns Superbiker kein freies fahren. So mußte ich mein Bike in den zwei Zeittrainings abstimmen. Mit Charles Webster und Albert Beichtbuchner hatte ich die Richtige Unterstützung für dieses unternehmen.

1.Training
Schon in der ersten Runde merkte ich das ich beim Einbau der Restrictoren einen Fehler gemacht habe. Das Bike funktionierte ganz und gar nicht. Auf jeder geraden hatte ich das Gefühl als würde mir gleich der Benzin ausgehen. Auch in der Beschleunigungsphase verschluckte sich meine GSX-R immer wieder. Somit kam ich natürlich auf keine Zeit.

2.Training
Bevor ich dieses Training überhaupt in angriff nehmen konnte wurden die Restrictoren von Charles und Albert perfekt umgeändert. Auch die Einspritzung wurde auf die Restrictoren abgestimmt. Die Mühe hatte sich gelohnt, schon bei der Anfahrt zur Remus Kurve merkte ich das meine GSX-R perfekt lief. Es war kaum zu glauben das ich die Restrictoren überhaupt drinnen hatte. Das Bike hatte ordentlich Power. Nur in den beiden Linkskurven hatte ich immer wieder ein Problem mit einem springendem Hinterrad. Trotzdem konnte ich das Training an der Zweiten Stelle beenden.

Warm up
Ich hatte einen Riesenspaß die Superstarke „Senn GSX-R“ rund um den A1-Ring zu jagen. Das Fahren machte mir wirklich großen Spaß, und so fuhr ich mit den alten Reifen vom 2ten Training jetzt schon schneller. Ich war so richtig scharf aufs Rennen.

Rennen
Ich war mir schon in der Startaufstellung zu 100% sicher das ich den Start gewinnen werde, denn Charles hatte mir noch eine neue Kupplung eingebaut. Genauso kam es dann auch. Ich gewann den Start und konnte als erster in die Castrol-Kurve einbiegen. Jedoch hatte ich in der Kurve den falschen Gang eingelegt und so konnte mich Christian Zaiser auf der nächsten Geraden locker ausbeschleunigen. Aber ich blieb cool und machte mich auf die Verfolgung. Leider verlor ich in den Links bergab Kurven immer wertvolle Zeit. Ich brauchte zwei Runden um hier das Limit zu finden. Langsam aber sicher konnte ich mich näher an Zaiser heranfahren. Er machte immer mehr Fehler und ich kam immer besser in Schwung. Leider war ich ein wenig zu ungeduldig und fuhr in der vierten Runde zu schnell in die Zweite Links Kurve. Das Hinterrad rutschte weg und ich wurde mit einem gewaltigen Highsider abgeworfen. Ich hatte großes Glück und blieb unverletzt.

Abschließend noch ein großes Dankeschön an all meine Helfer, die da wären:
-Charles Webster und Albert Beichtbuchner – die das ganze Wochenende perfekt arbeiteten
-MSF-Mürzzuschlag- die für eine Unglaubliche Stimmung sorgten (ich konnte euch sogar beim fahren hören)
-Fa. KLIMEK- für die beste Bremsanlage die ich je hatte
-Motorrad Gürtner aus Landshut – speziell an Lothar ein großes Danke das er einfach nur da war

7. & 8. Lauf IDM Superbike 5.-6. Juli - Salzburgring

Auf diese Rennen am Salzburgring habe ich mich schon sehr gefreut. Mit dieser Rennstrecke verbinden mich nur angenehme Erinnerungen. Auch die Zusammenarbeit mit meinem neuen Team aus Landshut wird immer besser. Erstmals hatte ich hier in Salzburg zwei perfekt vorbereitete SUZUKI GSX-R 1000 zur Verfügung. Ein Motorrad wurde auf Regen abgestimmt und eines hatten wir mit einer sehr guten Trocken – Abstimmung in der Box stehen. Da das Wetter in Salzburg sehr wechselhaft war hatte ich mit zwei Bikes gegen so manchen Konkurrenten einen großen Vorteil.

Das freie Fahren am Freitag wurde wie immer für Abstimmungs arbeiten verwendet. Auf nasser Fahrbahn hatte ich sehr schnell eine brauchbare Abstimmung, nur mit dem Trocken Set up hatte ich so meine Mühe. Jedoch die unermüdliche Truppe vom Team „Motorrad Gürtner“ ermöglichte mir mich schritt für schritt zu verbessern.

1. Training
Das erste Training fand auf nasser Fahrbahn statt. Ich fühlte mich sehr gut und konnte einige schnelle Runden drehen. Da wir das Bike schon im freien Training für den Regen abgestimmt hatten konnte ich mich total auf fahren konzentrieren. Ich beendete das Training an der vierten Stelle. Somit würde ich erstmals in der Ersten Reihe stehen.

2. Training
Natürlich wurde mir mein Wunsch von der Ersten Reihe nicht erfüllt, da es im Zweitem Training trocken war. Sehr lange mußte ich mit einem wild springendem Hinterrad kämpfen. Erst gegen Ende der Trainingssitzung konnte ich gemeinsam mit Technikchef Berni die SUZUKI beruhigen.
In der allerletzten Runde konnte ich mich vom 13ten auf den 7ten Trainingsplatz verbessern.

1. Rennen
Wieder einmal war mein Start nahezu perfekt. Ich konnte mich als Zweiter einreihen. Schon in der Nockstein Kehre konnte ich Stefan Nebel überholen und erstmals einen IDM-Lauf anführen. Ein wunderschönes Gefühl. In der dritten Runde Mußte ich eingangs der zweiten Fahrerlager Kurve meine Linie ändern da mir der dritte Gang raussprang. Leider konnte der dicht hinter mir fahrende Jürgen Ölschläger nicht mehr ausweichen und krachte in mein Heck. Nur mit sehr viel Glück konnte ich einen Sturz vermeiden. Öli jedoch kam zu Sturz und brach sich das Schlüsselbein. Durch diesen sehr unerfreulichen Zwischenfall mußte ich mich so um den 8ten Platz wieder einreihen. Danach fand ich aber einen sehr guten und schnellen Rhythmus und konnte die entstandene Lücke schließen. Ich schaffte es sogar wieder bis auf den fünften Platz zu fahren. Dann begann ein Rundenlanger Kampf mit Andreas Meklau. Dabei machte ich einige sehr lustige Beobachtungen. In der letzten Runde mußte ich feststellen das die DUCATI nicht nur in den Kurven sehr schnell war. Meklau überholte mich am Ende der Gegengeraden und fuhr als fünfter durchs Ziel. Meine GSX-R ist Dank Franz Senn eine der stärksten im Feld, schon komisch wenn mich dann eine DUC aus dem Windschatten überholen kann.

2.Rennen
Abermals konnte ich mich gleich am Start um einige Plätze verbessern. Diesmal hießen meine direkten Konkurrenten Volker Bähr und Michael Schulten. Ich konnte das Tempo der beiden bis zur Rennhälfte mitgehen. Als dann mein Hinterreifen schon sehr am Ende war übte ich mich in Schadensbegrenzung und fuhr wie schon im ersten Rennen einen 6ten Platz ein.
In der Gesammtwertung konnte ich mich vom 11ten auf den 10ten Platz verbessern.

Vielen Dank an alle Mitglieder vom MSF- Mürzzuschlag für die tolle Unterstützung in Salzburg. Besonderer Dank an Hans-Peter und Horst für einige „Weichteile.“

Bruce Springsteen & The E Street Band

Am 25. Juni erlebte ich eines der besten Konzerte. „The Boss“ im Happel Stadion, eine geniale Sache. Es war sehr schön zu beobachten wie es Bruce schaffte das anfangs eher lahme Publikum zu begeistern.
Auch mir gelang es nicht immer das Konzert zu 100% zu genießen. Zu oft war ich mit meinen Gedanken beim nächsten IDM Rennen am Salzburgring.
Bruce spielte sehr lange und am Schluß tobte das Happel Stadion.
Großes Lob noch an meine nette Begleiterin „Die Regenkönigin“ die sich bei der Abschließenden Fahrt durch Wien als sehr gute Mitfahrerin erwies.

5. & 6. Lauf IDM Superbike 14.-15. Juni - Most

Wieder einmal machte ich mich alleine auf den Weg zu einem IDM Lauf der diesmal in Most stattfand. Manfred Köck konnte erst am Freitag Abend nachkommen. Somit war klar daß das freie Training am Freitag nur dazu diente die Übersetzung zu bestimmen und mich auf die Strecke in Most einzurollen. Aber noch war es nicht soweit, den ich mußte ja noch die Anreise überstehen.

Bewaffnet mit dem CCM- Transporter und einem Wohnwagen machte ich mich auf den Weg.
Der Grenzübergang Draßenhofen kam näher und näher. An der Österreichischen Seite winkte mich eine sehr hübsche junge Zöllnerin einfach weiter. Doch den Tschechen war anscheinend sehr langweilig. Sie ließen mich alles aufmachen und kontrollierten alles. Sogar wo ich mein Werkzeug gekauft habe und ob ich die Rechnungen mit habe. Mein Werkzeug war zu 100% Diebesgut aus meiner Zeit als Stahlbaumonteur, also konnte ich beim besten Willen keine Rechnung vorweisen.

Sehr schnell wurde mir klar das diese Tschechischen Zöllnerschweine nur geschmiert werden wollen. Mir soll’s recht sein und so bot ich diesem Zöllner 50 Euro. Er sah mich an als hätte ich Ihn zutiefst beleidigt das ich Ihm „nur“ 50 Euro gab und forderte für seinen Kollegen weitere 50 Euro. Er nahm mir also 100 Euro ab und sagte mit das das „Offiziell nix mäglich“ aber er ist so nett und macht eine Ausname. Er wünschte mir noch eine gute Weiterfahrt und verschwand im Nebengebäude.

Ich stieg ein und fuhr ca. 1 Meter da sprang schon der nächste von diesen Wegelagerern auf mich zu. Er sah sich meinen Wohnwagen sehr genau an und ging mit mir in den Wohnwagen. Dort sagte Er mir daß er eine Kleinigkeit für seine Kaffeekasse bräuchte, ansonsten müßte ich Strafe bezahlen weil ich 20 Liter Diesel in einem Kanister im LKW habe und es sind aber nur 10 Liter erlaubt. Ich wollte Ihn mit 20 Euro zufriedenstellen als ich schon wieder diesen vorwurfsvollen Blick in seinem Gesicht sah. Auch Er wollte für seinen Kollegen weitere 20 Euro. Diese Bande nahm mir also 140 Euro ab. Leider hatte ich es sehr eilig und mußte mich mit dieser menschlichen Niederlage abfinden.

Den ganzen Freitag verbrachte ich mit dem Abstimmen der GSX-R. Leider hatte ich bei diesen Abstimmungs arbeiten keine neuen Reifen zu Verfügung, und so rutschte ich rund um die Rennstrecke von Most. Die größten Schwierigkeiten bereitete mir die Gabelabstimmung. Speziell nach der schnellen Schikane nach der Start-Ziel Geraden verlor ich mit meinem Vorderrad immer Bodenkonntakt.

1. Training
Als ich am Samstag im Zeittraining erstmals mit neuen Reifen auf die Strecke ging wurde mir bewußt das wir wirklich ein Problem haben. Mit den neuen Reifen stimmte am Fahrwerk absolut nichts mehr. Ich beendete das Training an der enttäuschenden 17ten Position.

2. Training
Für das zweite Training hatten wir am Bike einiges umgestellt und sogar ein zweiter Hinterreifen war vorbereitet. Die Änderungen am Bike waren ein Schritt in die richtige Richtung, aber wir waren noch lange nicht schnell genug. Am Ende mußte ich mich mit dem 15ten Startplatz begnügen.

Im Warm up zum Ersten Rennen drehte ich die ersten Runden mit meinem Neuen Bike von meinem neuen Team. Die GSX-R vom „Team Motorrad Guertner Racing-Team Landshut machte mir einen sehr guten Eindruck. Speziell die Gabel arbeitete sehr vertrauensvoll.

1. Rennen
Noch am Samstag hat mir Fred eine neue Kupplung eingebaut und so konnte ich am Start jedesmal einige Plätze gutmachen.
Gleich in der ersten Runde wurde das Rennen abgebrochen da Franky Heidger schwer gestürzt war.
Auch beim zweiten Start kam ich wieder sehr gut weg und konnte mich so um Platz 8 einreihen. Ich fühlte mich gut und konnte das Tempo meiner Vorderleute gut mitgehen. In der Sechsten Runde überholte mich Harald Kitsch, der dabei gewählte Bremspunkt war jedoch viel zu spät. Ich konnte sofort kontern und an Ihm vorbeigehen. Als ich auf gleicher Höhe war merkte ich daß Harald einen gewaltigen High Sider hatte. In meinem Augenwinkel konnte ich noch sehen wie seine GSX-R auf mich zugeflogen kam. Ich konnte nicht mehr ausweichen und so traf mich sein Motorrad an der Hüfte und riß mich vom Bike. Das bedeutete den ersten Nuller der Saison.
Leider hatte mein Leder diesen Sturz nicht so gut überstanden wie ich. Nur mit der Hilfe von „Dr. Franz“ vom Racing Team Landshut konnte ich mein Leder wieder reparieren.

2. Rennen
Wieder wurde das Rennen nach einer Runde abgebrochen. Diesmal war eine defekte Startampel schuld.
Der zweite Start gelang mir sehr gut. Ich konnte mich vom 15ten auf den 5ten Platz fahren. Zu meiner Überraschung konnte ich feststellen das ich in den ersten Runden gut mitfahren konnte. Doch dann passierte das schlimmste was einem Rennfahrer passieren kann. Ich wollte nicht allzuviel riskieren und einen Platz unter den Top 10 heimfahren. Diese umproffesionelle Einstellung machte mich schwächer und schwächer. Am Ende mußte ich mich mit dem schrecklichen 13ten Platz abfinden. In der Auslaufrunde wollte ich gar nicht mehr in die Box fahren, am liebsten wäre ich gleich mit dem Bike nach hause gefahren. Mein neues Team hatte sich wirklich mehr verdient, ich habe 100% gegeben nur diese 100% waren heute nicht viel. Ich hoffe das Racing Team Landshut gibt mir noch eine Chance um zu zeigen das ich mehr kann als an diesem Wochenende.

In der Gesamtwertung bin ich vom 9ten auf den 11ten Platz abgerutscht.

Das nächste Rennen findet 5.-6. Juli am Salzburg-Ring statt.

3. & 4. Lauf IDM Superbike 17.-18. Mai Hockenheim

Eigentlich wollte ich nach den Rennen am Sachsenring einen Trainingstag am Pannonia Ring einlegen.
Aber schon bald wurde mir klar das es sich hier um ein Wunschdenken handelt. Ich mußte froh sein wenn ich überhaupt zum nächsten Rennen fahren kann. Da Manfred Köck beruflich verhindert war machte ich mich schon mit dem Gedanken vertraut alleine nach Hockenheim zu fahren. Doch da kam mein nächstes Problem auf mich zu, mit welchen Transportfahrzeug soll ich den fahren? Diese Gesamtsituation war also ernst.

Am Montag vor dem Rennen entspannte sich dann die Lage und es kam wieder Hoffnung auf.
Charles Webster und Franz Senn retteten mein Rennfahrerleben. Ich war sehr froh das ich mir die Dienste von Mr. Webster für dieses Rennen sichern konnte.
Franz Senn stellte mir wieder einmal seinen Transporter zur Verfügung.
Die Anreise nach Hockenheim hatte es in sich. Beim LKW brach der Auspuff und ich mußte meine Schweißkenntnise anwenden. Bei den Schweißarbeiten unter dem LKW zerstörte ich leider mein so sehr geliebtes SENNA Leibchen. Herzlichen Dank an dieser Stelle an die Fa. SR- Racing die mir einen ultrageilen und sehr lauten Auspuff für meine GSX-R bauten. Nach einigen Umwegen schafften wir es dann doch noch nach Hockenheim zu kommen.

Am Freitag beim freien Training war ich wieder einmal knapp vor der Abreise.
Mit dem Fahrwerk vom Sachsenring konnte ich hier so gut wie nichts anfangen. Gott sei Dank hatte ich mit Charles Webster einen Fahrwerksspezialisten an meiner Seite der mir die GSX-R wieder fahrbar machte. Leider spielte das Wetter nicht ganz mit und so mußten wir immer zwischen Regen und Trockenabstimmung hin und her stellen.

1.Training
Es war naß und ich wollte auf keinen Fall stürzen und so war ich am Ende der Trainigssitzung an der 15ten Stelle.
2. Training
Da ich leider nur eine Garnitur Reifen für dieses Training hatte und es sich hier auch noch um eine härtere Mischung handelt mußte ich mich mit dem 15ten Trainingsplatz zufrieden geben. Auch das Fahrwerk hatten wir noch nicht 100%ig im Griff.

1. Rennen
Bei diesem Rennen handelt es sich um schweres menschliches versagen meinerseits. Schon bei der Anfahrt zur ersten Kurve nach dem Start merkte ich das ich mich nicht zum totalen Angriff überwinden konnte. Ich fuhr zu sehr auf Sicherheit und auf ankommen. Nach der ersten Runde war ich auf der niederschmetternden 18ten Position. Nach einigen schnelleren Runden konnte ich mich auf die 13te Stelle schieben. Den Abstand zur nächsten Gruppe konnte ich sehr schnell wettmachen. Doch nun passierte etwas komisches. Ich fuhr die gleich schlechten und langsamen Linien meiner Vorderleute nach und konnte mich zu keinem Überholmanöver überwinden.
Ich wurde in dieser Gruppe regelrecht eingeschläfert. Zu meiner Schande muß ich gestehen das ich im Kopf nicht stark genug war um da einfach durch zu marschieren.
So beendete ich dieses Fiasko an der 13ten Position.

2. Rennen
Ich hatte sehr gut geschlafen und fühlte mich sehr angriffslustig. Auch das Wetter war schön.
So ca. 1 Stunde vor dem Rennen begann es zu Regnen. Somit war die Reifenfrage wieder einmal Rennentscheident. Zusammen mit Charles Webster und Dirk Böttcher hatten wir aber eine perfekte Strategie ausgearbeitet. Überall in den Boxen herrschte ein heilloses durcheinander und man konnte die wahnwitzigsten Reifenkombinationen auf den Bike`s bewundern. Ich wußte aber das wir alles richtig gemacht haben.
Ich hatte mich für Slicks entschieden.
Die ersten Runden mußte man besonders eingangs Motodrom sehr vorsichtig sein,da es noch sehr große nasse Flecken gab.
Das Rennen konnte ich an der 9ten Stelle beenden und mich in der Gesamtwertung ebenfalls auf die 9. Position verbessern.
Ich werde alles mir mögliche tun um einen Tag an einer Rennstrecke zu trainieren und mich endlich in Form zu bringen. Die nächsten Rennen werden sicher besser werden. (hoffentlich)

1. & 2. Lauf IDM- Superbike 3.-4. Mai Sachsenring

fotos: motofoto

Wieder einmal war die Vorbereitung auf mein erstes Rennen der Saison ein Horror.
Das ich an den Läufen am Sachsenring teilnehmen konnte entschied sich am letzten Tag vor der Abreise.
Dank Manfred Köck und Charles Webster wurde meine GSX-R aber doch noch rechtzeitig fertig, jedoch blieb uns keine Zeit das Bike zu lackieren da ich erst am Mittwoch um 15.00 die Verkleidung bekam. Jetzt war also improvisieren angesagt. Aber das ist ja bei mir eh nichts neues.

Am Donnerstag so gegen 9.00 Uhr machten wir (Fred und Ich) uns auf den Weg zun Sachsenring.
Vielen Dank an dieser Stelle an meinen Motorenguru Franz Senn, der mir seinen Transporter für dieses Rennen zur Verfügung stellte. Als wir sahen welch einen Aufwand all die anderen Teams bzgl. Boxeneinrichtung machten fühlte ich mich mit unserer Heurigengarnitur schon ein wenig komisch.

Freies fahren am Freitag:
Unglaublich aber wahr, am Freitag um 9.20 Uhr stieg ich heuer zum erstenmal auf ein Rennmotorrad.
So versuchte ich meinen Trainingsrückstand mental gutzumachen. Ich hatte keine Zeit mich gemütlich auf die Strecke einzurollen also zwang ich mich dazu in der zweiten Kurve das Knie auf den Boden zu bringen. Als mir das gelang wurde ich sehr übermütig und bezahlte mit einem Ausritt ins Kiesbett, hier konnte ich meine Moto cross Kenntnisse ausspielen und blieb am Bike sitzen.

1.Training
Das Wetter war gut und so war die Reifenfrage eindeutig. Nach dem gestrigen fahren (80min) ging es mir heute schon viel besser, jedoch hatten wir noch viel Arbeit vor uns. Das Fahrwerk funktionierte so gut wie gar nicht.
Trotz aller Probleme konnte ich das Training an der 16. Stelle beenden.

2.Training
Jetzt war es Zeit mit einer weichen Reifenmischung anzugreifen. Ich wußte das ich mit diesem Reifen nur 2-3 schnelle Runden fahren kann. So klemmte ich mich an das Hinterrad von Stefan Nebel und konnte zwei Runden mit Ihm fahren. Es ist immer ein tolles Erlebnis zu sehen wie Stefan mit rauchendem Hinterrad in die Kurve einbiegt. Das spornt mich selbst total an.
Als der Reifen dann am absoluten Ende war konnte ich mich auf die 14te Stelle verbessern. Da ich leider nur eine garn. Felgen hatte mußte ich den weiteren Verlauf des Trainings am Bildschirm in der Box verfolgen. Mir wurde immer schlechter als ich sah das sich alle nochmals frische Reifen holten.
Am ende war ich dann an der 18ten Stelle.

Das Warm up zum ersten Rennen mußte ich wegen Reifen Mangel auslassen.

1. Rennen:
Ich stand in der fünften Reihe und hatte einen mittelmäßigen Start. Ich wollte nicht schon wieder mit einem Kupplunsschaden ausfallen, und so schonte ich beim Start meine Kupplung.
Bei der anfahrt zur ersten Kurve hatte ich so ein komisches Gefühl in mir das mir sagte das es gleich krachen wird. Gutes Gefühl, es krachte und ich konnte einige Plätze gutmachen. Ich beendete die Erste Runde an der 15ten Stelle. Sehr schnell konnte ich aber Platz um Platz gutmachen und beendete das Rennen an der 12ten Stelle.
Nachdem bei einem anderen Fahrer ein technisches Vergehen festgestellt wurde konnte ich einen Platz nach vor rücken.

2. Rennen:
Diesmal hatte ich einen sehr guten Start, jedoch merkte ich schon in der zweiten Runde das ich mich bei der Reifenwahl vertan habe. Trotzdem kämpfte ich bis zum Schluß und konnte das Rennen an der 9ten Position beenden.
In der IDM Zwischenwertung bin ich nach 2 Rennen an der 10ten Stelle.

Vielen Dank an Manfred „Miroslav“ Köck für die großartige Zusammenarbeit am Sachsen Ring.

Rennbericht Motocross
Waldviertel Cup 13.4.2003

Am Samstag den 12.4. fuhr ich den ganzen Tag in Parndorf auf der Motocross Strecke. Ich fühlte mich sehr gut und konnte lange Einheiten fahren. Eigentlich war ich nach diesem Tag schon ziemlich müde jedoch mußte ich das Bike noch für das Morgige Rennen vorbereiten.

Also wurde es wieder einmal sehr spät bis ich ins Bett kam.
Am Sonntag um 5.30 Uhr gings aber los in Richtung Schwarzenau.
Die Strecke in Schwarzenau war sehr schön angelegt und perfekt abgezogen. Auch das Wetter konnte besser nicht sein. Insgesamt gab es 250 Nennungen in allen Klassen.
In der 250er Klasse mußte ich in einen Ausscheidungslauf. Von ca. 25 Fahrern konnten sich die besten 11 für das Rennen qualifizieren.
Ich hatte einen sehr guten Start und konnte mich als dritter einreihen. Das Rennen beendete ich als vierter, das war natürlich genug um mich für die beiden Hauptläufe zu Qualifizieren.

Lauf 1:

Der Start zu einem Moto Cross Rennen ist immer ein einmaliges Erlebnis. Es ging wirklich sehr hart zur Sache. Als Strassenrennfahrer ist man solche Zweikämpfe nicht gewohnt und so wurde mir in den ersten Runden ordentlich die Schneid abgekauft. Als sich die Reihen einigermaßen gelichtet hatte fand ich einen sehr guten Rhythmus und konnte Platz um Platz gutmachen.
Zu meiner großen Überraschung konnte ich das Rennen an der 5ten Stelle beenden.

Lauf 2:

Wieder war der Start ein einziger Überlebenskampf in mitten von Selbstmördern. Schon in der Ersten Runde hatte ich einigen Feindkontakt.
Leider ist mir bei diesen Manövern ein Fahrer ins Motorrad gedonnert das es den Auspuff weggerissen hat. Das war das Ende vom zweiten Lauf in Schwarzenau.

RENNBERICHT
Supermoto Stadthalle 7.-9.2.2003

Freitag 7.2.03
Da ich in der Saison 2002 an keinem Supermoto Rennen teilnahm, musste ich in die Nationale Qualifikation.
Nur die Ersten drei Fahrer jedes Laufes konnten sich für  Samstag- Sonntag qualifizieren.
Ich war schon lange nicht mehr so nervös als wie bei dieser Ausscheidung. Ich wußte das ich mir keinen Fehler erlauben darf, denn in nur 5min plus 2 Runden kann man nicht mehr viel aufholen
Im Zeittraining war ich an der zweiten Stelle. So stand ich in der Ersten Startreihe. Ich kam sehr gut vom Start weg und konnte mich an die zweite Position setzen.
Noch in der Ersten Runde konnte ich die Führung übernehmen und den Sieg heimfahren.
Somit war ich für den Hauptbewerb qualifiziert. Ich war total erleichtert und freute mich schon auf den nächsten Tag.
 
Samstag 8.2.03
Jetzt war endlich Schluss mit der taktischen Fahrerei. Jetzt gab es nur noch ein Ziel, um alles in der Welt weiterkommen und in die nächste Runde aufsteigen. Das Zeittraining beendete ich an der Vierten Stelle und mußte somit aus der Zweiten Reihe losfahren. Ich nahm mir fest vor schon in der Ersten Kurve die Führung zu übernehmen. Doch genau das Gegenteil traf ein. Ich wurde in eine Startkollision verwickelt die damit endete das mir auch noch mein Motorrad abstarb. Zum Glück sprang meine YAMAHA YZ 450 sehr schnell wieder an.
Ich hetzte dem Feld hinterher und konnte sehr schnell wieder aufschließen. Doch das überholen in der Halle ist so eine Eigene Geschichte.  Es ist fast unmöglich ohne Körperkontakt zu überholen. Ich bezahlte meinen Übermut mit einigen Stürzen. Ich konnte das Rennen an der enttäuschenden sechsten Stelle beenden. Es nützte mir auch nichts das ich bei meiner Aufholjagd die drittschnellste Rennrunde fuhr.
Somit mußte ich in den Hoffnungslauf.
Auch hier mußte ich von weit hinten starten und wieder einmal verhinderten zu viele Stürze ein weiterkommen.
Der Samstag war für mich also gelaufen
 
Sonntag 9.2.03
Im zweiten Zeittraining fuhr ich meine Persönliche Bestzeit. 36:95
Doch die anderen waren ebenfalls schneller geworden und so mußte ich als fünfter aus der Zweiten Reihe starten.  Das Rennen war ein Spiegelbild vom Samstag. Ich mußte einfach zu oft zu Boden. Auch fahrerisch kam ich nicht so in  Schwung wie am Samstag. Das Bedeutete das ich wieder in den Hoffnungslauf mußte.
In diesem Lauf machte ich nach dem A1 Sprung einen riesigen Fehler und mußte mich ganz hinten wieder einreihen.  Jetzt wollte ich einfach nur mehr so viele Gegner wie möglich überholen. Ich gab wirklich alles, doch an ein weiterkommen war nicht mehr zu denken.
 
Abschließend  möchte ich mich noch bei jenen Leuten bedanken die mir den Einsatz in der Stadthalle erst ermöglichten:

Die Fa. TIPS und ITC, für die finanzielle Unterstützung

Die Fa. G.M.D. COMPUTRACK, Klimek- Ferrodo und LOLO-Fahrwerkstechnik für das Produktsponsering

...und natürlich meinen Helfern in der Halle, Manfred Köck und Charles Webster die perfekt harmonierten und  mir meine YAMAHA  YZ 450 immer perfekt vorbereitet an den Start stellten.